Das Seegrab von Carina Bergfeldt
ISBN: 978-3-442-48124-8
Erschienen: 15. August 2016
Sprache: Deutsch, Schwedisch (Original)
Genre: Krimi
Seiten: 352
Zusammenfassung
Die
Geschichte von Das Seegrab spielt in
Skövde, Schweden. Viktor Hyldgaard kommt nach einem Kneipenbesuch nicht mehr
nach Hause und seine besorgte Frau befürchtet das Schlimmste. Die Polizei,
beziehungsweise Kriminalbeamtin Anna Eiler, nimmt die Angelegenheit zuerst
nicht ernst.
Doch dann wird in einem kleinen Tümpel eine Leiche gefunden.
Im Hals
des Toten steckt das Foto einer Frau und doch ist dies nicht das einzige
Geheimnis, welches der als „Valdemars Grab“ bekannte Tümpel birgt.
Cover und Titel
Das
Cover ist schön gestaltet. Eine Möwe, welche den Betrachter mit schwarzen Augen
anstarrt, fliegt über einem blauen Gewässer. Mit den Linien, schwarzen Rändern
und den Blutflecken wirkt das Cover mysteriös, für einen Kriminalroman passend.
Allerdings
passt, meiner Meinung nach, weder die Aufmachung noch der Titel des Buches zur
Geschichte. Der Titel Das Seegrab klingt
gut und passt zu dem Thema des Leichenfundes in einem Gewässer. Allerdings geht
es in der Geschichte lediglich um einen relativ kleinen Tümpel.
Auch das
Coverdesign mit der Möwe und dem weitem Gewässer verleitet einen dazu zu
glauben, dass es in der Geschichte um etwas anderes gehen würde und beim Lesen
hatte mich dies zuerst einmal irritiert gehabt.
Selbstverständlich beziehe ich mich hier auf das Covers
und den Titel der Version dieses Buches, welche ich gelesen habe. Meine
Endwertung wird von diesem Punkt nicht beeinflusst werden. Dort geht es
lediglich um eine Wertung der Geschichte selbst.
Meine Meinung
Das Seegrab ist ein
Kriminalroman, laut Cover. Und natürlich geht es in diesem um die Aufklärung
eines Verbrechens. Aber vielmehr scheint es die meiste Zeit eher um die
Probleme der beiden Hauptfiguren zu gehen.
Die
Kriminalbeamtin Anna Eiler versucht nicht nur das Verschwinden von Viktor
Hyldgaard aufzuklären, sondern Kämpft die meiste Zeit eher mit ihren privaten
Liebesproblemen.
Und auch
die zweite Hauptfigur, die Reporterin Julia Almliden hat überwiegend mit ihren
eigenen Problemen zu tun, dem Verlust ihres Vaters.
Und so
kommt es, dass der Kriminalroman in den Hintergrund rückt und es sich bei Das Seegrab vielmehr um ein Buch
handelt, welches sich mit den Themen Liebe, Betrug und Freundschaft
beschäftigt. Der Fall scheint mehr Mittel zum Zweck zu sein um die beiden
Hauptfiguren und ihre Beziehungen zu ergründen. Allerdings sind diese sehr
interessant dargestellt und man merkt deutlich die Entwicklungen, welche sie
durch machen.
Dennoch
ist das Buch spannend. Außerdem lässt es sich gut lesen. Der Schreibstil ist
einfach und durch die kurzen Kapitel, welche meistens nur eine Kleinigkeit über
die Charaktere preisgibt, bevor es dann im nächsten Kapitel wieder um etwas
völlig anderes geht, helfen sehr gut dabei das Ganze spannend zu halten. Zuerst
wird etwas dargestellt und später erfährt man dann ein neues Detail, eine neue
Sicht auf die Dinge. Nichts ist wie es zuerst scheint und das Buch verwendet
diese Methode sehr gut.
Gegen
Ende der Geschichte ging es dann allerdings sehr schnell. Und das Auflösen des
Verbrechens war an vielen Stellen nur der Intuition der Hauptfiguren zu
verdanken.
Außerdem
empfand ich die verschiedenen Sichten auf das Geschehene als gut. Einerseits
hat man hier die klassische Sicht der Kriminalbeamtin, doch dann hat man auch noch
die Sicht einer Reporterin. Die beiden arbeiten nicht unbedingt immer zusammen und
dennoch wirkt alles stimmig.
Fazit
Normalerweise
gehören Krimis ja nicht zu meinen Lieblingsgenres. Aber Das Seegrab ist mal wieder einer dieser Kriminalroman, die mich davon
überzeugen, dass es sich doch immer mal wieder lohnt in dieses Genre rein zu
schauen.
Vermutlich
liegt dies aber daran, dass in diesem Roman der Krimi eher in den Hintergrund
rückt und die Beziehungen der Charaktere im Vordergrund stehen. Während mir
persönlich dies sehr gut gefallen hat, könnte ich mir vorstellen, dass Fans von
Krimis dies eher nicht begrüßen würden.
Zudem
sei zu sagen, dass Das Seegrab
bereits der zweite Teil einer Serie ist. Der erste Teil Die Vatermörderin erschien bereits 2014. Ich wusste dies nicht, als
ich das Buch las und empfand dies auch nicht als störend. Aber um die
Charaktere besser verstehen zu können, wäre es wohl sinnvoll das erste Buch
zuerst zu lesen.
7 von 10 Punkten
Zu finden auf Amazon.
Das Buch wurde mir kostenlos zum Zweck der Rezension zur Verfügung gestellt.
Labels: Bücher, Rezensionen